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Regionale Ernährung im Winter: Saisonal einkaufen, Klima schützen, besser essen

Regionale Ernährung im Winter: Saisonal einkaufen, Klima schützen, besser essen

Regionale und saisonale Ernährung gewinnt angesichts der Klimakrise an Bedeutung. Obst und Gemüse aus Übersee mit langen Flugreisen sowie Produkte aus beheizten Gewächshäusern belasten das Klima zusätzlich. Lange Transportwege erhöhen den CO2‑Ausstoß – selbst dann, wenn die Ware als „regional“ vermarktet wird.

Wer im Winter nachhaltig essen möchte, setzt deshalb auf echte Saisonalität. Ein Saisonkalender hilft, den Überblick zu behalten und klimaschonend zu planen.

Regional ist nicht automatisch saisonal

„Regional“ ist kein klar definierter Begriff. Ein vermeintlich regionales Lebensmittel kann aus einer Produktionsstätte hunderte Kilometer entfernt stammen. Zudem ist regional nicht per se saisonal: Tomaten im Januar aus der Nähe wachsen oft im beheizten Gewächshaus auf Substrat, nicht im Boden.

Für Nachhaltigkeit zählt die Saisonalität. Wer im Winter „Sommergemüse“ im Regal sieht, sollte kritisch nachfragen.

Saisonkalender als Kompass

Saisonalität ist der zentrale Hebel für Klima- und Ressourcenschutz. Ein monatlicher Saisonkalender bietet Orientierung, welche Sorten in der jeweiligen Jahreszeit verfügbar sind. So lassen sich Einkaufslisten und Rezepte einfach entlang der Natur planen – mit mehr Geschmack und besserer Ökobilanz.

Gewächshaus vs. Import: Was ist klimafreundlicher?

Beheizte Gewächshäuser und lange Flug- oder Transportwege sind klimaschädlich. Beides erhöht den Energieeinsatz und damit die Emissionen. Die fairste Wahl ist Gemüse, das in der Region zur passenden Jahreszeit im Freiland wächst. Kurze Wege und naturnahe Anbaubedingungen senken die Umweltlast spürbar.

Gesundheitliche Vorteile saisonaler Produkte

Saisonales, heimisches Obst und Gemüse punktet nicht nur ökologisch, sondern auch gesundheitlich:

  • Frischer durch kürzere Transportwege.
  • Häufig geringere Rückstände von Pflanzenschutzmitteln dank heimischer Standards.
  • Reif geerntet, nährstoffreich und aromatisch.
  • Mehr Genuss und Nährstoffdichte können Sättigung verbessern und Heißhunger vorbeugen.

Regionale Wertschöpfung stärken: Markt, Biokistl und Gemüseabo

Wer regional und saisonal einkauft – etwa direkt am Wochenmarkt – unterstützt die heimische Landwirtschaft. „Gemüseabos“ oder „Biokistl“ versorgen regelmäßig mit frischer, saisonaler Ware aus der Nähe. Das stärkt Betriebe vor Ort und verkürzt Lieferketten.

Marktgärtnerei: Kleinstrukturiert, saisonal, regenerativ

Marktgärtnereien stehen für:

  • Überwiegende Handarbeit und lokalen Direktvertrieb.
  • Anbau im Boden statt auf Substrat, mit Kompost statt mineralischem Dünger – fördert Humusaufbau.
  • Vielfalt statt Monokultur, funktionierende Fruchtfolgen und gesunde Böden.
  • Saisonales Wirtschaften, teils mit Wintergemüse.
  • Kurze Wege: Ernte, Verkauf, Teller – oft in kurzer Abfolge, ohne aufwendige Kühlketten.

So entsteht frisches Gemüse mit hoher Nährstoffdichte und vollem Geschmack – ähnlich wie aus dem eigenen Garten.

Praktische Einkaufstipps für den Winter

  • Auf Saisonalität achten: Saisonkalender nutzen und Wintergemüse bevorzugen.
  • Herkunft und Anbauweise erfragen: Freiland- oder unbeheizter Anbau statt beheiztem Gewächshaus.
  • Direkt kaufen, wenn möglich: Wochenmärkte, Gemüseabos/Biokistl, Marktgärtnereien.
  • Auf Frische setzen: Kurze Wege bedeuten weniger Bedarf an Kühlung und Lagerung – gut für Klima und Qualität.

Fazit: Saisonal denken, regional handeln

Wer im Winter saisonal-regional isst, schont Klima und Ressourcen, unterstützt lokale Betriebe und profitiert von Frische, Geschmack und Nährstoffdichte. Ein Blick auf Herkunft und Saisonalität lohnt sich – für den Planeten, für die Region und für den eigenen Genuss.

Quellenangaben: eatwhatfeelsgood, justinekeptcalmandwentvegan.com, ADAMAH BioHof, Nova Supermarkt, GU Verlag, tzampas.de, YouTube · twobirdsexploring, BLE-Medienservice

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